Ein modernes Wärmedämmverbundsystem gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um Energiekosten dauerhaft zu senken, den Wohnkomfort zu verbessern und den Wert einer Immobilie zu steigern. Gleichzeitig schützt eine fachgerecht ausgeführte Fassadendämmung die Außenwände vor Witterung und verlängert die Lebensdauer des Gebäudes.
Ein WDVS ist dabei kein einzelnes Produkt, sondern ein aufeinander abgestimmtes System — und genau darin liegt der kritische Punkt: Die Komponenten dürfen nicht frei gemischt werden, und die Verarbeitung muss den Herstellervorgaben folgen. Fehler an dieser Stelle zeigen sich erst Jahre später als Risse, Algenbildung oder Feuchteschäden.
Kosten
Was kostet ein WDVS?
150–250 € pro m²
Richtwert für Fassadenfläche komplett — Gerüst, Dämmplatten, Armierung, Oberputz und Anschlussdetails. Der tatsächliche Preis
hängt vom Objekt ab — nach der kostenlosen Besichtigung erhalten
Sie ein verbindliches Angebot ohne versteckte Kosten.
Was den Preis bestimmt
Dämmstoff und Dämmstärke — Mineralwolle liegt deutlich über EPS
Gerüstkosten, abhängig von Gebäudehöhe und Zugänglichkeit
Zustand des Untergrunds: lose Altputze müssen vorher abgetragen werden
Aufwand an Details — Fenster- und Türanschlüsse, Rollladenkästen, Sockel
Ob Fensterbänke, Regenrinnen und Außenleuchten versetzt werden müssen
Gewählter Oberputz und dessen Körnung
Woraus ein WDVS besteht
Ein Wärmedämmverbundsystem ist ein Schichtaufbau, bei dem jede Lage eine Aufgabe hat. Alle Komponenten stammen vom selben Hersteller und sind aufeinander abgestimmt — nur so gilt die Systemzulassung.
Klebemörtel
Verbindet die Dämmplatte mit dem tragfähigen Untergrund.
Dämmplatten
Die eigentliche Dämmebene, je nach Anforderung aus EPS, Mineralwolle oder Hochleistungsdämmstoff.
Dübel
Sichern die Platten zusätzlich mechanisch — abhängig von Untergrund, Gebäudehöhe und Windlast.
Armierungsmörtel mit Gewebe
Die entscheidende Schicht gegen Risse. Das eingebettete Gewebe nimmt Spannungen auf, die sonst direkt im Oberputz landen würden.
Grundierung und Oberputz
Die sichtbare Schutzschicht, meist als Reibeputz oder Kratzputz, optional mit anschließendem Fassadenanstrich.
Welchen Dämmstoff sollten Sie wählen?
EPS (Polystyrol)
Der wirtschaftliche Standard. Leicht, gut zu verarbeiten und mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Baustoffklasse B1 (schwer entflammbar), weshalb ab bestimmten Gebäudehöhen Brandriegel aus Mineralwolle vorgeschrieben sind.
Mineralwolle
Nicht brennbar (A1), diffusionsoffen und schalldämmend. Teurer und schwerer als EPS, dafür ohne Brandschutzauflagen und bauphysikalisch unkritischer. Bei Mehrfamilienhäusern ab der Hochhausgrenze und bei erhöhten Brandschutzanforderungen die richtige Wahl.
Holzfaser
Der ökologische Weg, mit sehr gutem sommerlichem Hitzeschutz. Höhere Materialkosten, dafür angenehmes Raumklima und nachwachsender Rohstoff.
Hochleistungsdämmstoffe
Resol- oder PU-Platten erreichen dieselbe Dämmwirkung bei geringerer Dicke. Sinnvoll, wenn der Dachüberstand oder der Grenzabstand die Aufbaustärke begrenzt.
Wann sich ein WDVS lohnt
Altbauten mit ungedämmter oder unzureichend gedämmter Außenwand
Gebäude mit auffällig hohen Heizkosten
Fassaden, die ohnehin saniert werden müssen — das Gerüst fällt dann nur einmal an
Wände mit Wärmebrücken, kalten Innenoberflächen oder Schimmel in den Raumecken
Energetische Modernisierungen im Rahmen eines Sanierungsfahrplans
Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen mit Sanierungsstau
Unsere Leistungen rund um WDVS
Analyse der Fassade und Beratung zum passenden System
Planung von Dämmstoff und Dämmstärke
Montage von EPS-, Mineralwolle- oder Holzfaserplatten
Fachgerechtes Verkleben und Verdübeln nach Herstellervorgabe
Armierung mit Gewebe, inklusive Diagonalarmierung an Öffnungen
Oberputz — Reibeputz, Kratzputz oder mineralische Systeme
Fassadenanstrich
Sockelausbildung mit Perimeterdämmung
Fenster- und Türanschlüsse, Abschlussprofile und Tropfkanten
Endkontrolle und saubere Übergabe
Warum die Ausführung über alles entscheidet
Schon kleine Fehler führen später zu Feuchtigkeitsschäden, Wärmebrücken, Rissen oder Algenbildung. Die häufigsten Ursachen sind nicht exotisch: zu wenig Klebefläche, versetzt statt im Verband verlegte Platten, fehlende Diagonalarmierung an Fensterecken und schlecht ausgebildete Anschlüsse.
Wir arbeiten nach Herstellervorgaben und dokumentieren die kritischen Punkte. Das ist auch für die Förderung relevant — Fördermittelgeber verlangen den Nachweis der fachgerechten Ausführung.
Vom Einzelraum bis zur Wohnanlage
Gewachsene Praxis im Bauwesen — wir arbeiten im einzelnen Zimmer genauso wie in Objekten mit mehreren Hundert Einheiten.
5 von 5 Sternen
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Angebot in 24 Stunden
Nach der Besichtigung erhalten Sie ein transparentes Angebot ohne versteckte Kosten.
Anerkannter Ausbildungsbetrieb
Als Brillux-Ausbildungspartner bilden wir den Nachwuchs im Maler- und Lackiererhandwerk selbst aus.
Als Richtwert liegen die Gesamtkosten bei 150 bis 250 € pro m² Fassadenfläche, inklusive Gerüst, Dämmung, Armierung und Oberputz. Bei einem Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassade entspricht das grob 22.500 bis 37.500 €. EPS liegt am unteren Ende der Spanne, Mineralwolle und Holzfaser darüber. Nach der Besichtigung erhalten Sie ein verbindliches Angebot.
Welche Dämmstärke ist sinnvoll?
Für Bestandsgebäude liegt die übliche Dämmstärke bei 14 bis 20 cm. Wer Fördermittel in Anspruch nehmen will, muss den vorgeschriebenen U-Wert der Außenwand erreichen — das führt in der Praxis meist auf mindestens 14 cm bei EPS. Mehr Dämmung bringt weitere Einsparung, der Zugewinn wird ab etwa 20 cm aber deutlich kleiner.
Wie lange dauert eine Fassadendämmung?
Bei einem Einfamilienhaus rechnen Sie mit etwa drei bis fünf Wochen inklusive Gerüstauf- und -abbau. Der Zeitplan wird vor allem von Trocknungszeiten bestimmt: Zwischen Kleben, Armieren und Oberputz müssen die Schichten jeweils durchtrocknen, und das lässt sich bei kühler oder feuchter Witterung nicht beschleunigen.
Wird ein WDVS gefördert?
Eine energetische Fassadendämmung kann über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt werden — je nach Programm als Zuschuss über das BAFA oder als zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss über die KfW. Voraussetzung ist in der Regel die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten und die Antragstellung VOR Auftragsvergabe. Da sich die Bedingungen regelmäßig ändern, prüfen wir das zu Beginn gemeinsam mit Ihnen.
Wie lange hält ein WDVS?
Ein fachgerecht ausgeführtes System hält 40 Jahre und mehr. Der Oberputz und der Anstrich sind dabei die Verschleißschicht — sie werden nach etwa 15 bis 20 Jahren erneuert, während Dämmung und Armierung erhalten bleiben. Diese Erneuerung ist deutlich günstiger als die Erstinstallation.
Schimmelt es hinter einem WDVS?
Bei fachgerechter Ausführung nicht — im Gegenteil: Eine gedämmte Außenwand ist innen wärmer, wodurch das Risiko von Tauwasser und Schimmel in den Raumecken sinkt. Probleme entstehen, wenn die Dämmung lückenhaft verlegt wurde, Wärmebrücken bestehen bleiben oder nach der Dämmung nicht ausreichend gelüftet wird. Wir sprechen das Lüftungsverhalten bei der Übergabe deshalb aktiv an.
EPS oder Mineralwolle — was ist besser?
EPS ist günstiger, leichter und für die meisten Einfamilienhäuser völlig ausreichend. Mineralwolle ist nicht brennbar, diffusionsoffener und schalldämmend — sie ist die richtige Wahl bei erhöhten Brandschutzanforderungen, bei größeren Wohngebäuden und wenn Sie bauphysikalisch auf der sicheren Seite sein wollen. Der Aufpreis liegt grob bei 20 bis 40 €/m².
Kontakt
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