Über eine ungedämmte Außenwand entweicht ein erheblicher Teil der Heizenergie eines Gebäudes — bei Altbauten aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren häufig der größte Einzelposten nach dem Dach. Eine Fassadendämmung setzt genau dort an und ist deshalb meist die Maßnahme mit dem größten Hebel bei einer energetischen Sanierung.
Anders als bei Fenstern oder einer neuen Heizung wirkt die Dämmung dauerhaft und wartungsfrei. Der Nachteil: Sie ist eine der aufwendigeren Maßnahmen, und sie lohnt sich vor allem dann, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss.
Kosten
Was kostet eine Fassadendämmung?
150–250 € pro m²
Richtwert für Fassadenfläche komplett inklusive Gerüst, Dämmung, Armierung und Oberputz. Der tatsächliche Preis
hängt vom Objekt ab — nach der kostenlosen Besichtigung erhalten
Sie ein verbindliches Angebot ohne versteckte Kosten.
Was den Preis bestimmt
Gewähltes Verfahren — ein WDVS ist wirtschaftlicher als eine vorgehängte hinterlüftete Fassade
Dämmstoff und Dämmstärke
Gerüstkosten, abhängig von Gebäudehöhe und Zugänglichkeit
Vorarbeiten am Untergrund
Anzahl und Aufwand der Anschlussdetails an Fenstern und Sockel
Welche Verfahren es gibt
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Das mit Abstand häufigste Verfahren: Dämmplatten werden direkt auf die Außenwand geklebt und verputzt. Wirtschaftlich, bewährt und für die meisten Wohngebäude die richtige Wahl.
Vorgehängte hinterlüftete Fassade
Dämmung mit Luftschicht und davor eine Bekleidung aus Holz, Faserzement oder Metall. Bauphysikalisch sehr robust und langlebig, aber deutlich teurer und dicker im Aufbau.
Kerndämmung
Nur bei zweischaligem Mauerwerk möglich: Der vorhandene Hohlraum wird mit Dämmstoff verfüllt. Vergleichsweise günstig und ohne Gerüst machbar, aber in der Dämmwirkung durch die vorhandene Hohlraumbreite begrenzt.
Innendämmung
Die Lösung, wenn die Fassade nicht verändert werden darf, etwa bei Denkmalschutz oder Klinkerfassaden. Bauphysikalisch anspruchsvoll und immer eine Einzelfallplanung — wir setzen sie nur mit vorheriger Berechnung um.
Wie viel spart eine Fassadendämmung?
Die Außenwand macht bei einem typischen freistehenden Einfamilienhaus etwa 20 bis 30 % der Wärmeverluste aus. Eine Dämmung der Fassade reduziert diesen Anteil erheblich — in der Praxis wird bei ungedämmten Altbauten häufig eine Einsparung in dieser Größenordnung beim Heizenergiebedarf erreicht.
Wie viel es im Einzelfall wird, hängt vom Ausgangszustand ab. Bei einem Haus mit bereits teilgedämmter Wand fällt der Effekt kleiner aus als bei einer ungedämmten 24er-Wand aus den Sechzigerjahren. Ein Energieberater rechnet das für Ihr Gebäude konkret durch — und dieser Nachweis wird für die Förderung ohnehin gebraucht.
Wann sich die Investition rechnet
Die ehrliche Antwort: Eine Fassadendämmung allein, nur wegen der Heizkosten, hat lange Amortisationszeiten. Wirtschaftlich wird sie durch drei Faktoren, die zusammenkommen:
Die Fassade muss ohnehin saniert werden — Gerüst und Vorarbeiten fallen dann nur einmal an, und nur die Mehrkosten der Dämmung sind der eigentliche Investitionsanteil
Fördermittel senken die Investition spürbar
Der Wert und die Vermietbarkeit der Immobilie steigen, und der Energieausweis verbessert sich
Was eine Dämmung außerdem bringt
Deutlich wärmere Innenoberflächen der Außenwände — weniger Zugerscheinungen
Geringeres Schimmelrisiko in Raumecken durch höhere Wandtemperaturen
Besserer sommerlicher Hitzeschutz, besonders bei Holzfaserdämmung
Schutz des Mauerwerks vor Frost- und Feuchtewechseln
Verbesserter Schallschutz bei Mineralwolle
Modernisierte Optik, da die Fassade neu verputzt wird
Vom Einzelraum bis zur Wohnanlage
Gewachsene Praxis im Bauwesen — wir arbeiten im einzelnen Zimmer genauso wie in Objekten mit mehreren Hundert Einheiten.
5 von 5 Sternen
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Anerkannter Ausbildungsbetrieb
Als Brillux-Ausbildungspartner bilden wir den Nachwuchs im Maler- und Lackiererhandwerk selbst aus.
Als Richtwert liegen die Kosten für ein WDVS bei 150 bis 250 € pro m² Fassadenfläche, inklusive Gerüst, Dämmung, Armierung und Oberputz. Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² Fassade sind das grob 22.500 bis 37.500 €. Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade liegt deutlich darüber, eine Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk erheblich darunter.
Lohnt sich eine Fassadendämmung überhaupt?
Sie lohnt sich am klarsten, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss — dann fallen Gerüst und Vorarbeiten nur einmal an und nur die Mehrkosten der Dämmung sind wirklich zusätzlich. Rechnet man die Dämmung dagegen als alleinige Maßnahme allein gegen die Heizkostenersparnis, sind die Amortisationszeiten lang. Zusammen mit Förderung, Werterhalt und deutlich verbessertem Wohnkomfort ergibt sich in aller Regel ein sinnvolles Gesamtbild. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn wir es in Ihrem Fall anders sehen.
Muss die ganze Fassade gedämmt werden?
Für die Förderung in der Regel ja — Teildämmungen werden meist nicht gefördert, und bauphysikalisch entstehen an den Übergängen Wärmebrücken. Technisch möglich ist es, etwa nur die Wetterseite zu dämmen, sinnvoll ist es selten. Ausnahmen sind Gebäude, bei denen ein Teil der Fassade unter Denkmalschutz steht.
Kann man eine Klinkerfassade dämmen?
Nicht mit einem klassischen WDVS, ohne die Klinkeroptik zu verlieren. Bei zweischaligem Mauerwerk mit Hohlschicht ist eine Kerndämmung möglich — dabei wird Dämmstoff in den Hohlraum eingeblasen, die Klinkerfassade bleibt vollständig erhalten. Ob das geht, klärt eine Endoskopie der Hohlschicht. Andernfalls bleibt die Innendämmung als Einzelfallplanung.
Wann muss der Förderantrag gestellt werden?
Vor der Auftragsvergabe. Das ist der Fehler, der Bauherren am häufigsten die Förderung kostet: Wer den Auftrag erteilt und danach den Antrag stellt, geht in der Regel leer aus. Sprechen Sie uns deshalb früh an — wir stimmen den Ablauf so ab, dass Antragstellung und Beauftragung in der richtigen Reihenfolge liegen.
Kontakt
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