Reibeputz gehört zu den beliebtesten Oberputzen für Fassaden. Er schützt das Gebäude dauerhaft vor Wind, Regen und UV-Strahlung und sorgt gleichzeitig für eine moderne, hochwertige Optik. Auf Wärmedämmverbundsystemen ist er der Standard-Oberputz.
Die häufigste Frage bei der Planung ist nicht die nach dem Material, sondern die nach der Körnung — und sie hat mehr Auswirkung auf das Erscheinungsbild der fertigen Fassade als die Farbe.
Kosten
Was kostet Reibeputz?
25–50 € pro m²
Richtwert für Fassadenfläche inklusive Grundierung, Armierung und Auftrag des Oberputzes. Der tatsächliche Preis
hängt vom Objekt ab — nach der kostenlosen Besichtigung erhalten
Sie ein verbindliches Angebot ohne versteckte Kosten.
Was den Preis bestimmt
Körnung — feinere Körnungen brauchen mehr Sorgfalt beim Abreiben
Ob eine Armierungsschicht neu aufgebaut werden muss
Zustand und Saugverhalten des Untergrunds
Werkseitig eingefärbter Putz oder nachträglicher Anstrich
Gerüstkosten, falls nicht bereits vorhanden
Was Reibeputz ist
Reibeputz ist ein dekorativer Oberputz, der als letzte sichtbare Schicht auf die Fassade aufgetragen wird. Während der Putz noch frisch ist, wird er mit einem Reibebrett bearbeitet. Dabei bewegen sich die im Putz enthaltenen Körner über die Oberfläche und ziehen die charakteristischen Rillen — daher der Name.
Die Richtung, in der abgerieben wird, bestimmt das Muster: kreisend, waagerecht oder senkrecht. Innerhalb einer Fläche muss die Technik gleich bleiben, sonst entstehen sichtbare Ansätze. Deshalb wird eine Fassadenfläche immer in einem Zug fertiggestellt.
Welche Körnung passt wohin?
Die Zahl beschreibt die Größe der enthaltenen Körner in Millimetern und bestimmt sowohl die Struktur als auch den Materialverbrauch.
1,5 mm
Sehr feine, elegante Oberfläche mit modernem Erscheinungsbild. Besonders beliebt bei Neubauten und zeitgenössischer Architektur. Verzeiht allerdings wenig — der Untergrund muss sehr eben sein.
2 mm
Der Klassiker und die meistverwendete Körnung. Gute Balance zwischen feiner Optik und robuster Struktur, kaschiert kleine Unebenheiten zuverlässig.
3 mm
Deutlich gröbere Struktur mit markanter Optik. Geeignet für große Fassadenflächen und für Gebäude, bei denen Unebenheiten stärker verdeckt werden sollen.
Reibeputz oder Kratzputz?
Beide sind Oberputze, unterscheiden sich aber in Herstellung und Wirkung. Beim Reibeputz entsteht die Struktur direkt nach dem Auftragen durch Reiben. Beim Kratzputz zieht der Putz zunächst an und wird anschließend mit einem Kratzbrett bearbeitet, wodurch die obersten Bestandteile entfernt und die Körner freigelegt werden.
Reibeputz wirkt dadurch moderner und regelmäßiger, Kratzputz natürlicher und mineralischer. Reibeputz ist in der Verarbeitung wirtschaftlicher, Kratzputz gilt als das hochwertigere und langlebigere System.
Vorteile von Reibeputz
Moderne, gleichmäßige Fassadenoptik
Nahezu jeder Farbton möglich, auch werkseitig eingefärbt
Hohe Witterungsbeständigkeit
Langlebiger Fassadenschutz
Pflegeleicht und gut ausbesserbar
Der Standard-Oberputz für Wärmedämmverbundsysteme
Vom Einzelraum bis zur Wohnanlage
Gewachsene Praxis im Bauwesen — wir arbeiten im einzelnen Zimmer genauso wie in Objekten mit mehreren Hundert Einheiten.
5 von 5 Sternen
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Angebot in 24 Stunden
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Anerkannter Ausbildungsbetrieb
Als Brillux-Ausbildungspartner bilden wir den Nachwuchs im Maler- und Lackiererhandwerk selbst aus.
Als Richtwert liegen die Kosten bei 25 bis 50 € pro m², inklusive Grundierung, Armierung und Auftrag des Oberputzes. Wird der Reibeputz im Rahmen eines WDVS aufgebracht, ist er dort bereits Teil des Systempreises. Nach der Besichtigung erhalten Sie ein verbindliches Angebot.
Welche Körnung soll ich wählen — 2 oder 3 mm?
Für moderne Einfamilienhäuser empfehlen sich meist 1,5 oder 2 mm, weil die feinere Struktur ruhiger und zeitgemäßer wirkt. 3 mm ist die richtige Wahl bei großen Fassadenflächen, bei älteren Gebäuden mit unruhigem Untergrund und wenn eine kräftigere Struktur gewünscht ist. Wir zeigen Ihnen Musterplatten der Körnungen — auf einer Fassade wirkt der Unterschied deutlich stärker als auf einem kleinen Muster.
Wie viel Material braucht welche Körnung?
Der Verbrauch steigt mit der Körnung deutlich an, weil die Schichtdicke mindestens der Korngröße entsprechen muss. Als grober Anhalt liegt 1,5 mm bei etwa 2,5 kg/m², 2 mm bei etwa 3 kg/m² und 3 mm bei etwa 4 kg/m². Das ist einer der Gründe, warum eine gröbere Körnung nicht automatisch günstiger ist.
Kann man Reibeputz überstreichen?
Ja. Ein Fassadenanstrich auf Reibeputz ist problemlos möglich und die übliche Art, eine Fassade optisch aufzufrischen, ohne neu zu verputzen. Wichtig ist ein zum Putz passendes Farbsystem — auf mineralischem Reibeputz gehört ein diffusionsoffener Silikat- oder Silikonharzanstrich, kein dichter Dispersionsanstrich.
Warum sieht mein Reibeputz stellenweise anders aus?
Sichtbare Ansätze entstehen, wenn eine Fläche nicht in einem Zug fertiggestellt wurde: Der bereits angezogene Putz lässt sich nicht mehr gleich abreiben wie der frische. Deshalb wird eine zusammenhängende Fassadenfläche immer nass in nass und mit ausreichend Personal bearbeitet — bei großen Flächen ist das eine Frage der Baustellenplanung, nicht des Materials.
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